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20 Filme von Harun Farocki
Farocki-Box
ISBN: 978-3-89848-927-0
Best. Nr.: 969
Preis: € 69,90
EAN: 978-3-89848-927-0
 
AKTUELL: FAROCKI im MUSEUM LUDWIG, Köln. AUSSTELLUNG UND FILMPROGRAMM. Bis 7. MÄRZ 2010

Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht plötzlich auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern …

Harun Farocki wurde 1944 in Nový Jičín (Neutitschein) geboren, gelegen in dem damals von den Deutschen annektierten Teil der Tschechoslowakei. 1966-1968 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (West). 1966 Heirat mit Ursula Lefkes. 1968 Geburt der Töchter Annabel Lee und Larissa Lu. 1974-1984 Autor und Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik", München. 1998/1999 "Speaking about Godard / Von Godard sprechen", New York / Berlin (zusammen mit Kaja Silverman). 1993-1999 "visiting professor" an der University of California, Berkeley. 2001 Heirat mit Antje Ehmann. Seit 1966 über 100 Produktionen für Fernsehen oder Kino: Kinderfernsehen, Dokumentarfilme, Essayfilme, Storyfilme. Seit 1996 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen in Museen und Galerien. 2007 Mit "Deep Play" Teilnahme an der documenta 12. Seit 2004 Gastprofessor, seit 2006 ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste, Wien.

Die Filme:

Die Worte des Vorsitzenden (1967)
NICHT löschbares Feuer (1969)
Zwischen zwei Kriegen (1978)
Ein Bild (1983)
Jean-Marie Straub und Danièle Huillet bei der Arbeit an einem Film nach Franz Kafkas
Romanfragment »Amerika« (1983)
Schlagworte – Schlagbilder (1986)
Wie man sieht (1986)
Georg K. Glaser – Schriftsteller und Schmied (1988)
Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (1988)
Leben – BRD (1990)
Arbeiter verlassen die Fabrik (1995)
Der Auftritt (1996)
Der Ausdruck der Hände (1997)
Stilleben (1997)
Worte und Spiele (1998)
Gefängnisbilder (2000)
Die Schöpfer der Einkaufswelten (2001)
Erkennen und Verfolgen (2003)
Nicht ohne Risiko (2004)
Aufstellung (2005)


Mehr zum Thema: Alexander Kluge: Früchte des Vertrauens

Nominierung für den Willy Haas-Preis 2009
 



Regie: Harun Farocki

5 DVD 9, PAL, Farbe + s/w, 924 Min., Deutsch/teilw. Englisch mit dt. Untertiteln, Dolby Digital 1.0

Harun Farocki Filmproduktion
Farocki auf der documenta
Thomas Elsaesser über Farocki
 



»Wenn das Kino eine große Illusionsmaschine ist, dann ist Harun Farocki der Sand im Getriebe.« NOZ, Daniel Benedict

»Farocki dreht keine Spielfilme - seine einzigen Ausflüge dorthin sind Drehbücher für Christian Petzold -, sondern schwebt unkategorisierbar zwischen Agitation, Beobachtung, Dokumentation, Essay und, jawohl, Beiträgen zur "Sesamstraße"; auch die wunderbare Documenta-Installation "Deep Play", bei der das Fußball-WM-Finale 2006 optisch vielfach zerpflückt wurde, stammte von ihm.« Hans Georg Rodek, DIE WELT

»Harun Farocki kämpft mit den Mitteln des Films.«
- Tagesspiegel

»Farocki lichtet ohne Kommentar oder Erläuterung das alltägliche Infame ab, nicht denunziatorisch, aber auch ohne Gnade oder Rücksichtnahme. Oft ist zu lesen, Farockis Kennzeichen als Regisseur sei seine nüchterne, distanzierte Haltung. Mag sein, aber sie entsteht aus einem leidenschaftlichen Interesse an der Wirklichkeit.«
- konkret 8/2009

»Harun Farocki ist der Philosoph unter den Dokumentaristen.«
Süddeutsche Zeitung

»Harun Farocki geht in seinen Filmen beinahe enzyklopädisch vor: Er schlägt nach – allerdings nicht in Büchern sondern in bereits vorhandenen Bildern, in den Werken anderer Filmemacher.«
- Bundeszentrale für politische Bildung

»Die Unmenschlichkeit des Kapitalismus – und das ist wörtlich zu verstehen, auch im Sinn der Verdinglichung menschlicher Existenz – ist bei Farocki keine Floskel, sondern belegte Tatsache.« - titel-magazin.de

 
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