Film | Lenin kam nur bis Lüdenscheid

Lenin kam nur bis Lüdenscheid

Regie: André Schäfer

»Lenin kam nur bis Lüdenscheid. Bis Solingen ist er nicht gekommen. Aber fünfundzwanzig Kilometer weiter östlich, im Zeltlager in Lüdenscheid, schien die Weltrevolution bereits geglückt.« Richard David Precht, Autor von ‘Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?’, erinnert sich an den linken Kosmos seiner Kindheit.

Geboren in einer Zeit, die von politischen Umwälzungen in Deutschland und der ganzen Welt geprägt ist: 1964 ist das Jahr, in dem die letzte gesamtdeutsche Olympiamannschaft bei Olympischen Spielen antritt, Bundeskanzler Ludwig Erhard die Ablehnung der Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen bekräftigt, der oberste Sowjet Nikita Chruschtschow in Russland sämtliche Ämter verliert und die ersten Menschen in Solingen und anderswo gegen die Gefahr eines Atomkrieges demonstrieren.

Während sich das Gesicht der Welt auf dem globalen politischen Parkett tief greifend verändert, versucht Prechts Solinger Familie, sich und ihren Kindern ein kleines linkes Universum inmitten kapitalistischen Feindeslandes zu konstruieren. Coca-Cola ist zu Hause ebenso verpönt wie »Raumschiff Enterprise«. Aber Richard und seine Geschwister dürfen Asterix lesen, weil das französisch, also irgendwie subversiv ist.

Die virtuose Mischung von privaten Super 8 Filmen, Archivaufnahmen und neu Aufgenommenem bringt die großen Ereignisse jener Jahre in ganz andere, kleinere und sehr private Zusammenhänge.

Bonus: Trailer, Interview mit André Schäfer und Richard David Precht

Extras

Kapiteleinteilung, Trailer, Interview Regisseur André Schmidt, Interview Autor Richard David Precht

Inhaltsübersicht

1 Intro / Ho-Ho-Ho-Chi-Minh
2 Solingen – Saigon
3 Kinder kommen aus Mamas Bauch oder aus Vietnam
4 Die Kinder von Summerhill
5 Ich ging in die Grundschule
6 Lüdenscheid
7 Ja, dieses Deutschland meine ich
8 Mit meiner Mutter nach Köthen
9 Baader und Blochin
10 Grüne Hoffnung, schwarze Visionen
11 Es gibt keine Ende der Geschichte
12 Abspann

Credits
Nach dem Buch von: Richard David Precht
Regie: André Schäfer

Produktionsland: D
Produktionsjahr: 2008
Pressestimmen

»Der Gegenentwurf zur Generation Golf.« Junge Welt

»Bei aller Konsumkritik wurde in der Familie Precht schon eifrig mit der Super-8-Kamera gefilmt. So bekommt man unverbrauchte, oft ganz private Bilder aus dem sozialistischen Alltag in der BRD.« Die Welt

»Marx statt Lassie und Coca-Cola: Eine linke Idylle in Solingen!« WAZ

»Richard David Precht ist nicht nur ein talentierter Philosophieerklärer, sondern auch ein amüsanter Lebensrückblicker.« Neue Ruhr Zeitung

»Köstliche Verfilmung von Prechts Kindheits-Autobiografie, die die linke Verbohrtheit der Eltern augenzwinkernd ironisiert.«
- DVD Magazin, März 2008

»Eine kuriose Reise in die Vergangenheit, die fürs Kino vielleicht ein bisschen zu klein war, aber auf DVD nun eine zweite Chance bekommt.« (derwesten.de)

DVD
lieferbar
€ 9,90


Best. Nr.: 966
ISBN: 978-3-89848-966-9
EAN: 978-3-89848-966-9
FSK: 12

Länge: 88
Bild: PAL, Farbe + s/w, 16:9
Ton: Stereo
Sprache: Deutsch
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN
Edition: ARTE EDITION
Rubrik: Dokument
Genre: Biografie/Porträt


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